Wie verhandelt man Koalitionen? Dissertationsvorhaben am Beispiel Israels

Nach einer langen Pause und diversen Ansprachen habe ich eine Dissertation am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen der Uni Mainz begonnen - dafür bereits Dank an Herrn Prof. Niemann, der das Thema sehr bereitwillig aufgenommen hat.

Ich werde in unregelmäßigen Abständen hier Eindrücke, Fragen und Ideen posten. Über Anregungen und Kritik jeder (freundlich-sachlichen) Art freue ich mich!

 

Die leitende Frage: Wie erfolgversprechend sind Koalitionsverhandlungen in Vielparteien-Demokratien? Israel ist an zersplitterte Parlamente mit rund einem Dutzend und mehr Fraktionen gewohnt. Nichts desto trotz werden stabile Regierungen damit bereits in den Koalitionsverhandlungen zum Vabanque-Spiel.

In diesem Jahr haben einige Wahlüberraschungen dazu geführt, daß Netanjahus Likud sich nicht mehr "nur" auf die orthodoxen Parteien stützen konnte. Stattdessen gab es ein Bündnis aus liberalen Quereinsteigern und modernisiertem Siedlerblock, das Netanjahu eine weitere Amtszeit ermöglichte.

 

Welche Strategien sind in kontroversen Parteiensystemen vielversprechend? Welche roten Linien gibt es? Haben Verhandlungsführer mit großem Spielraum mehr Erfolg als solche mit engen Fesseln? Und wie viel Inhalt wird aufgegeben für die Beteiligung an der Region.

 

Ich bin sehr gespannt auf die Erkenntnisse dieses Vorhabens. Teilhabe allerseits herzlich willkommen!

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