...wo nie ein Israeli zuvor gewesen ist

Die israelische Start-Up-Kultur hat bereits viele anfangs verrückte, aber geniale Errungenschaften hervorgebracht. Beispiele gefällig:

Das "Mehr-Leistungs-Mantra" der Computerindustrie führt zu immer mehr Stromverbrauch? Intels Israel-Branch hat mit der Centrino-Technologie den Laptop-Markt revolutioniert. Endoskopien sind in manchen Fällen riskant und zu beschwerlich? Given Imaging hat eine Pille entwickelt, die eine winzige Kamera inklusive Batterie und Sender beinhaltet und damit die Untersuchungsmethode revolutioniert.

Jetzt schießen israelische Start-Up-Tüftler den Vogel ab. Nun, zumindest schießen sie. Das Projekt SpaceIL hat sich zum Ziel gesetzt, die kleinste je entwickelte Raumkapsel auf den Mond zu schießen. Richtig: auf den Mond. Israel wäre damit erst das dritte Land, das dies schafft. Und statt sich auf milliardenschwere staatliche Programme wie die Nasa zu verlassen (die sich Israel ohnehin nicht leisten könnte), entwickeln sechs Leute ein Start-Up-Projekt, acquirieren Risiko-Kapital und legen mit Mini-Budget los. To boldly go where no Israeli has gone before...

 

Nicht wenige meiner Kollegen reagieren nach bekannter Obelix-Manier, wenn ich ihnen von SpaceIL erzähle: "Die spinnen, die Israelis!" Mag sein. Trotzdem werde ich gespannt warten, wann die Bilder einer israelischen Flagge auf dem Mond um die Welt gehen werden.

 

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